A & X von John Berger


in der Übersetzung von Hans Jürgen Balmes

für die Bühne adaptiert von Dorothea Steinbauer


Ist es möglich, allein mittels Magie des Worts eine Form von Präsenz im Leben eines Geliebten zu bewahren und dabei die eigene Kraft zum Widerstand gegen Gewalt und Unterdrückung zu stärken?

Dieser Frage geht John Berger – der „radikale Humanist", wie Tilda Swinton ihn nennt - in seinem Briefroman A & X nach. Ein Stück Literatur von unglaublich poetischer wie politischer Kraft.
Dorothea Steinbauer präsentiert mit ihrer Bühnenadaption die Liebesgeschichte, die nur eine Seite zu erzählen scheint, bewusst in kleinem Rahmen. In intimer Atmosphäre kann sich Bergers sensible Kraft entfalten und lässt die Geschichte in ihrer ganzen Tragweite spürbar werden.

„Wenn ich schöpferisch schreibe, denke ich niemals an den politischen Effekt, nie. Das erschiene mir verhängnisvoll und ich habe immer so gedacht. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich nie der Kommunistischen Partei beitrat. Das soll nun nicht heißen, dass ein Werk keinen politischen Effekt hat, vielmehr ist es so, dass allem unwissentlich ein politischer Inhalt innewohnt; aber es zu kalkulieren, ist verhängnisvoll.“

John Berger

John Berger

„… Ein Philosoph, dessen Denken sich zärtlich um die Welt kümmert.“ Bergers Übersetzer Hans Jürgen Balmes über den „radikalen Humanisten“