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Die letzten Tage der Menschheit

Die letzten Tage der Menschheit

Denn über alle Schmach des Krieges geht die der Menschen, die von ihm nichts mehr wissen wollen, indem sie zwar ertragen, dass er ist, aber nicht, dass er war. Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit


 

Steinbauer&Dobrowsky spielen

Karl Kraus´

Die letzten Tage der Menschheit

„Wir versuchen Erinnerungen zugänglich zu machen, die nicht nur zu Karl Kraus´ Zeiten „im blutigem Traum verwahrter Jahre“ vergraben liegen. Sein Marstheater „Die letzten Tage der Menschheit“ übersteigt bis heute unser Fantasie- wie Stehvermögen.“ (Steinbauer&Dobrowsky)
Der unvorstellbare Spagat zwischen zwei unbequemen Jubiläumsjahren - zwischen dem Ausbruch des Ersten und dem Ende des Zweiten Weltkrieges – ließ Steinbauer&Dobrowsky ihre Winterakademie aus der Taufe heben:
Neun Jahre nach ihrer ersten Fassung des Mammutwerkes widmen sie sich nochmals dem großen Botschafter wider das Vergessen. Um angesichts der Unvorstellbarkeiten Augen und Ohren doch offenhalten zu können, sind ihnen Betroffenheit wie Spiellust wesentliche Motivation. Tatsächlich scheint ja zu allen Zeiten Grausamkeit, Gehorsam, Duldsamkeit und Ablenkung auf das absurdeste miteinander verknüpft. So wissen sie nicht nur von jener Zeit das ein und andere Lied zu singen und wollen auch durch musikalische Zitate einen Beitrag zur wachen Erinnerungen in beiderlei Zeitrichtungen leisten.
Man ist nie traurig genug, die Welt besser zu machen – man hat zu bald wieder Hunger. Elias Canetti
Ihr Beitrag zur ‚wachen Erinnerung’ an die zwei großen Schlachtzüge macht auch das Publikum frösteln.
Elisabeth Willgruber-Spitz,
Kleine Zeitung Graz
Konzept/Textauswahl/Regie/Spiel: Dorothee Steinbauer&Wolfgang Dobrowsky
Dauer: 110 min


Kritik, Kleine Zeitung Graz, 27.7.2016

 

 

 

 

Datum Programm Veranstaltungsort Stadt
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